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Ein starker US-Dollar belastet die Märkte zunehmend.
Ein starker US-Dollar belastet die Märkte zunehmend.

Starker US-Dollar belastet den Markt, Kryptowährungen legen zu

Die Finanzmärkte zeigen sich zum Wochenausklang überwiegend schwächer. Während geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit der Iran-Krise weiterhin für Unsicherheit sorgen, reagieren viele Anlageklassen mit fallenden Kursen. Eine auffällige Ausnahme bilden derzeit jedoch Kryptowährungen.

Rohöl legt im Zuge der angespannten Lage im Nahen Osten moderat zu. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Sorte WTI schwanken aktuell um die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Gleichzeitig verlieren Aktienmärkte an Boden. Der DAX und der Euro Stoxx 50 notieren derzeit jeweils rund 1,00 % im Minus, während auch die US-Index-Futures vorbörslich durchschnittlich etwa 0,35 Prozent nachgeben.

Starker Dollar belastet mehrere Anlageklassen

Am Devisenmarkt baut der US-Dollar seine Rolle als klassisches Safe-Haven-Asset weiter aus. Gegenüber dem Euro fällt der Kurs von EUR/USD unter die Marke von 1,15. Aktuell verliert das Paar rund 0,5 % und notiert bei 1,1455. In geopolitisch unsicheren Phasen fließt häufig Kapital in den Dollar, da er von vielen Investoren als besonders liquide und als Safe Haven Währung wahrgenommen wird.

Ein stärkerer Dollar wirkt sich jedoch auch auf andere Anlageklassen aus. Rohstoffe wie Gold oder Industriemetalle werden überwiegend in US-Dollar gehandelt. Steigt der Dollar, verteuern sich diese Güter für Käufer außerhalb des Dollarraums, was häufig zu fallenden Preisen führt.

Auch Aktienmärkte können unter einem starken Dollar leiden. Zum einen steigen dadurch Finanzierungskosten für Unternehmen außerhalb der USA, zum anderen werden internationale Investitionen häufig in den Dollarraum umgeschichtet. Diese Dynamik könnte derzeit mit dazu beitragen, dass Indizes wie der DAX oder der Euro Stoxx 50 unter Druck geraten.

EUR/USD fällt weiter unter die Marke von 1,15.
Im EUR/USD-4 Stunden-Chart, wird deutlich, wie stark der US-Dollar seit Anfang März ausbauen konnte. | Chart-Quelle: TradingView

Metalle unter Druck

Während Energiepreise von den geopolitischen Risiken profitieren, geraten Edel- und Industriemetalle derzeit unter Druck. Der Goldpreis verliert aktuell rund 0,6 Prozent und fällt unter die Marke von 5.100 US-Dollar je Feinunze. Silber gibt sogar deutlich stärker nach und verliert rund 2,6 Prozent.

Auch bei Industriemetallen zeigt sich eine schwächere Entwicklung. Die fallenden Preise könnten darauf hindeuten, dass Marktteilnehmer eine geringere Nachfrage aus der Industrie erwarten. Solche Bewegungen werden häufig als mögliches Signal für eine nachlassende Dynamik im verarbeitenden Gewerbe interpretiert.

Kryptowährungen legen zu

Im Gegensatz zu vielen klassischen Anlageklassen zeigen Kryptowährungen derzeit Stärke. Der Bitcoin steigt aktuell um rund 2,8 Prozent. Auch Ethereum legt mit rund 2,6 Prozent zu, während Cardano sogar um etwa 4,5 Prozent gewinnt.

Die Gründe für diese Entwicklung sind nicht eindeutig. Möglich ist jedoch, dass ein Teil der Marktteilnehmer in der aktuellen geopolitischen Lage in Kryptowährungen eine alternative Anlageklasse sieht, während Aktienmärkte und einige Rohstoffe verstärkt unter Druck stehen. In Phasen erhöhter Unsicherheit kommt es immer wieder vor, dass Kapital kurzfristig zwischen verschiedenen Anlageklassen umgeschichtet wird.

Fazit

Die aktuelle Marktlage zeigt ein gemischtes Bild. Während geopolitische Risiken Energiepreise stützen und klassische Aktienmärkte unter Druck setzen, verlieren Edelmetalle und Industriemetalle ebenfalls an Wert. Gleichzeitig profitieren der US-Dollar und überraschend auch Kryptowährungen.

Ob sich diese Entwicklung als kurzfristige Umschichtung oder als nachhaltiger Trend erweist, dürfte davon abhängen, wie sich sowohl die geopolitische Lage als auch die Erwartungen an die globale Konjunktur in den kommenden Tagen entwickeln.

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