Finanzprodukte von Aktien über ETFs bis zu Optionen verständlich erklärt

Was ist ein Index?

Von einem Index an der Börse, meist bekannt als Aktienindex, hat wohl jeder schon gehört. Schließlich wird die Entwicklung des wichtigsten nationalen Index selbst in den Nachrichten im TV häufig erwähnt. Neben den bekannten Aktienindizes gibt es allerdings noch viele weitere. Welche Funktion so ein Index hat und wie er funktioniert, erklären wir in diesem Artikel und legen den Fokus dabei auf den Aktienindex.

Die Zusammensetzung eines Index

In einem Index wird eine bestimmte Gruppe von Vermögenswerten, der sogenannte Korb, und deren Wertentwicklung in einem Gesamtbild abgebildet. Wie der Name es bereits wiedergibt, ist dies bei einem Aktienindex eine Gruppe bestimmter Aktien. Diese müssen bestimmte Bedingungen erfüllen, um in den jeweiligen Index aufgenommen zu werden. Diese Bedingungen können, je nach Art der Gewichtung der einzelnen Bestandtele im Index, den jeweiligen Kurs des Index beeinflussen.

Gewichtung der Index-Bestandteile

Welchen Einfluss die einzelnen Bestandteile auf den Kurs eines haben, hängt davon ab, nach welcher Art die Bestandteile gewichtet werden. Dies kann auf unterschiedliche Arten geschehen, wie im Folgenden dargestellt.

Gleichgewichteter Index

Die Bestandteile in einem gleichgewichteten Index erhalten alle die gleiche Gewichtung. Das bedeutet, dass Kriterien wie bespielweise der Aktienkurs einzelner Bestandteile keinen direkten Einfluss auf die Entwicklung des Index haben. Da die Kurse der Indexbestandteile aber in ständiger, teils gegenläufiger Bewegung sind, muss die Gewichtung einzelner Bestandteile relativ häufig angepasst werden.

Nach Preis/Kurs gewichteter Index

Die Wertentwicklung einem preisgewichteten Index erfolgt über die Preise der einzelnen Bestanteile in Index. In einem solchen Index sind alle Bestandteile mit der gleichen Anzahl vertreten. Entsprechend haben die Aktienkurse in einem preisgewichteten Aktienindex großen Einfluss auf die Gewichtung der jeweiligen Aktie im Index. Preisgewichtete Indizes sind beispielsweise der US-amerikanische Dow Jones Industiral Average oder der japanische Nikkei 225.

Nach Marktkapitalisierung gewichteter Index

Bei der Gewichtung nach Marktkapitalisierung wird die Anzahl der herausgegebenen Aktien mit dem aktuellen Aktienkurs multipliziert. Das Ergebnis hieraus wird dann durch die Summe der Marktkapitalisierung aller im Index vertretenen Aktien dividiert, was die Gewichtung der einzelnen Aktie ergibt.

Nach Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichteter Index

Diese Gewichtung ist grundsätzlich wie die bereits beschriebene Gewichtung nach Marktkapitalisierung. Allerdings wird bei dieser die Marktkapitalisierung um die Aktien bereinigt, die sich nicht im freien Handel befinden. Dies können Aktien sein, die beispielsweise von dem Gründer des Unternehmens gehalten werden. Es werden also nur die Aktien bei der Berechnung der Marktkapitalisierung berücksichtigt, die sich im freien Umlauf befinden. Zu den Indizes, die nach dieser Methode gewichtet werden, gehören beispielsweise der US-amerikanische S&P 500 oder der deutsche Leitindex DAX.

Investieren in einen Index

Die direkte Investition in einen Index wie den Dow Jones oder den DAX ist nicht möglich. Wer in einen Index investieren möchte, der muss auf Finanzprodukte zurückgreifen, die den entsprechenden Index entsprechend abbilden. Das bekannteste Beispiel hierfür sind börsengehandelte Indexfonds, besser bekannt als ETFs (Exchange Traded Fund). Diese bilden den Index eins-zu-eins ab und geben Anlegern die Möglichkeit, von einer positiven Entwicklung eines Index zu profitieren. Eine weitere Möglichkeit ist der Handel mit Derivaten auf Indizes. Hierbei handelt es sich in der Regel um gehebelte Finanzprodukte, die Tradern und Anlegern das Spekulieren auf die Wertentwicklung eines Index ermöglichen. Aufgrund der mit ihnen verbundenen Kosten, sind sie allerdings in der Regel mehr für den kurzfristigen Anlagehorizont geeignet. Außerdem sind gehebelte Derivate komplexe Instrumente und aufgrund der enthaltenen Hebelwirkung mit einem hohen Risiko verbunden, schnell Geld zu verlieren, wodurch sie nicht für alle Anleger geeignet sind.

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