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Finanzprodukte uns Anlagestrategien von Aktien über ETFs bis zu Forex verständlich erklärt

CFDs vs. Aktien – Vor- und Nachteile im direkten Vergleich

Obwohl beide Instrumente oft in einem Atemzug genannt werden, unterscheiden sich CFDs und Aktien grundlegend. Während Aktien echtes Eigentum an einem Unternehmen darstellen, sind CFDs reine Hebelprodukte ohne Lieferanspruch und haben einen spekulativen Charakter.

Wichtig: CFDs sind hochspekulative Finanzinstrumente und können aufgrund des Hebels zu schnellen Verlusten führen. Zwischen 74–89 % der Kleinanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel Geld (je nach Broker). Der Handel mit CFDs birgt ein hohes Verlustrisiko und ist nicht für jeden Anleger geeignet. Hier ein strukturierter Vergleich der wichtigsten Aspekte.

1. Eigentum & Dividenden

Kriterium Aktien CFDs
Eigentum Ja – man wird Aktionär Nein – reine Wette auf Kursentwicklung
Dividenden  Ja – volle Dividende (ggf. steuerlich begünstigt)  Dividendenanpassung (meist gutgeschrieben, bei Short-Positionen belastet)
Stimmrecht Ja (bei entsprechendem Anteil) Nein

Fazit hier: Wer langfristig Anteile an Unternehmen besitzen und Dividenden erhalten möchte, kommt an Aktien nicht vorbei. CFDs sind dafür nicht gedacht und aufgrund der langfristigen Kosten (Overnight-Swaps) auch nicht geeignet.

2. Hebel & Margin-Anforderung

Kriterium Aktien CFDs
Hebel Kein Hebel (außer bei Depot-Kredit) Bis 1:30 (Retail), teilweise höher (Professional)
Margin-Anforderung 100 % (bei Cash-Kauf) 3–20 % (je nach Hebel & Asset)
Verlustrisiko Maximal der Einsatz Theoretisch unbegrenzt (bei Short-Positionen) – Negative Balance Protection schützt vor Schulden, aber nicht vor Totalverlust

Fazit hier: CFDs ermöglichen mit wenig Kapital große Positionen – das erhöht Gewinnchancen, aber auch das Verlustrisiko dramatisch. Der Handel mit CFDs kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Aktien sind hier deutlich sicherer, aber auch weniger renditestark bei kleinen Beträgen.

3. Gebühren & Kosten

Kriterium Aktien CFDs
Ordergebühren 0–10 € pro Order (je Broker) Oft 0 € (bei Market-Makern), aber Spread + Kommission möglich
Haltekosten Keine (außer Depotgebühr) Übernachtfinanzierung (Swap) – kann bei lange gehaltenen Positionen teuer werden
Spread Meist sehr eng (börslich) Broker-abhängig – bei Forex oft sehr eng, bei Aktien-CFDs teurer

Fazit hier: Bei kurzfristigem Trading können CFDs günstiger sein (keine Ordergebühren, aber Swaps sind zu beachten), bei langfristigem Halten sind Aktien fast immer günstiger (es fallen keine täglich berechneten Swaps an).

4. Handelszeiten & Verfügbarkeit

Kriterium Aktien CFDs
Handelszeiten  Börsenöffnungszeiten (z. B. 9–17:30 Uhr)  Oft 24/5 (Forex, Indizes), Aktien-CFDs meist börsenkonform
Short-Selling  Ja, aber aufwändiger (Leerverkauf)  Sehr einfach und sofort verfügbar
Margin-Call  Nein (bei Cash-Kauf)  Ja – kann zur Zwangsschließung führen

Fazit hier: CFDs bieten mehr Flexibilität (Short-Positionen, 24/5 bei einigen Assets), Aktien sind bei klassischem Long-Investment einfacher und risikoärmer als CFDs mit Hebelwirkung.

5. Risiko & Einlagensicherung

Kriterium Aktien CFDs
Maximaler Verlust 100 % des Einsatzes Theoretisch unbegrenzt (bei Short), aber meist Negative Balance Protection für Kleinanleger
Einlagensicherung Bis 100.000 € (EU-Banken) Bis 20.000 € (EU-Broker) + Negative Balance Protection

Fazit hier: CFDs bergen ein deutlich höheres Verlustrisiko durch den verwendeten Hebel – Eine Negative Balance Protection schützt zwar vor Schulden, aber nicht vor Totalverlust, und schützt in den meisten Fällen nur Kleinanleger. Aktien sind hier klar risikoärmer.

Fazit

CFDs und Aktien bedienen unterschiedliche Bedürfnisse: Aktien eignen sich für langfristiges, unkompliziertes Investieren mit Eigentum und Dividenden. CFDs sind für kurzfristiges, gehebeltes Trading gedacht, bringen aber aufgrund des spekulativen Charakters und der Hebelwirkung ein deutlich höheres Risiko mit sich. Welches Instrument besser passt, hängt von Zeithorizont, Risikobereitschaft und Strategie ab. Der Handel mit CFDs birgt ein hohes Verlustrisiko und ist nicht für jeden Anleger geeignet. Zwischen 74–89 % der Kleinanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel Geld. Wer sich für CFDs oder Aktien interessiert und die Kurse live verfolgen möchte, findet hier eine neutrale Übersicht über etablierte Plattformen, die das breite Feld der Assets nahezu vollständig abdecken: Zur Trading-Plattform-Übersicht.

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Risikohinweis: Der Handel mit CFDs und anderen gehebelten Finanzprodukten auf Margin und Derivaten ist immer mit einem hohen Risiko behaftet. Es besteht die Möglichkeit, mehr als die ursprüngliche Einlage zu verlieren. Deshalb sind diese Produkte evtl. nicht für jeden Anleger/Investor geeignet. Bitte informieren Sie sich ausführlich zu diesen Produkten und/oder ziehen Sie einen unabhängigen Finanzberater hinzu.

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