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Der fallende Ölpreis scheint die Bullen anzutreiben.
Der fallende Ölpreis scheint die Bullen anzutreiben.

Ölpreis fällt weiter – Aktienrallye setzt sich fort

Die Erholung an den Aktienmärkten, die gestern nach den Aussagen von US-Präsident Donald Trump eingesetzt hat, setzt sich am Morgen deutlich fort. Auslöser könnten neue Aussagen gewesen sein, die der Präsident am Abend (Ortszeit Washington) getätigt hat. Gleichzeitig geben die Ölpreise weiter nach, was die positive Stimmung zusätzlich unterstützen könnte.

Abzug der US-Truppen in Aussicht gestellt

Der Präsident äußerte sich im Oval Office zum Konflikt mit dem Iran dahingehend, dass die USA in zwei bis drei Wochen aus der Region abziehen und die Kampfhandlungen beenden könnten. Bemerkenswert ist dabei, dass er betonte, hierfür sei kein formelles Abkommen mit Teheran erforderlich, da das Ziel der Beseitigung der nuklearen Bedrohung bereits weitestgehend erreicht sei.

Zusätzlich stellte er in Aussicht, dass die Ölpreise deutlich fallen könnten, sobald die USA sich aus dem Konflikt zurückziehen.

Ölpreise fallen deutlich

Die Ölpreise reagieren am Morgen nach den Aussagen des US-Präsidenten mit weiteren Abschlägen. Die US-Sorte WTI nähert sich der Marke von 90 US-Dollar je Barrel und notiert aktuell bei rund 92,70 US-Dollar. Die Nordseesorte Brent ist wieder deutlich unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen und wird derzeit bei etwa 97,65 US-Dollar je Barrel gehandelt.

Aktienmärkte setzen Rallye fort

An den Aktienmärkten setzt sich die Aufwärtsbewegung nach positiven Vorgaben aus Asien fort. Der japanische Nikkei 225 legt um 5,31 % zu, während der Hang Seng in Hongkong rund 2,34 % gewinnt.

Der deutsche Leitindex DAX steigt wieder deutlich über die Marke von 23.000 Punkten und notiert aktuell mit einem Plus von rund 3 % bei etwa 23.300 Punkten. Der französische CAC 40 folgt mit einem Anstieg von rund 2,35 % und nähert sich der Marke von 8.000 Punkten.

Die fallenden Ölpreise sowie die Aussicht auf sinkende Produktionskosten könnten die positive Entwicklung unterstützen, auch wenn der Konflikt weiterhin nicht beendet ist.

Bei den Futures auf US-Indizes zeigt sich der Anstieg mit durchschnittlich 0,45 % im vorbörslichen Handel noch weniger stark, nachdem die US-Indizes am Dienstag zwischen 2,5 % und 3,5 % zulegen konnten.

DAX startet am Mittwoch deutlich im Plus
Der DAX ist mit einer Gap über 23.000 Punkten in den Handel gestartet und schwankt aktuell auf hohem Niveau. | Chart-Quelle: TradingView

Goldpreis legt weiter zu

Der Goldpreis hat die Marke von 4.700 US-Dollar je Feinunze zurückerobert, nachdem ein erster Anstieg in der Nacht noch gescheitert war. Aktuell notiert das Edelmetall bei rund 4.715 US-Dollar und verzeichnet damit ein Plus von etwa 1,1 %.

Ein möglicher Faktor für den Anstieg könnte die Schwäche des US-Dollars sein, der seit den jüngsten Aussagen von Donald Trump nachgegeben hat. Die Aussicht auf eine Entspannung könnte die Nachfrage nach dem US-Dollar als sicherer Hafen dämpfen. Das Währungspaar EUR/USD steigt auf rund 1,159 und nähert sich damit der Marke von 1,16.

Erholung auch bei Bitcoin und Altcoins

Auch am Kryptomarkt zeigt sich eine Erholung. Bitcoin notiert aktuell bei rund 68.950 US-Dollar und kann etwa 2,4 % zulegen.

Deutlicher fällt die Bewegung bei Ethereum aus. Die zweitgrößte Kryptowährung steigt um rund 4,15 % auf etwa 2.140 US-Dollar und zeigt damit erneut eine etwas robustere Entwicklung als Bitcoin.

Auf Wochensicht bleiben beide Kryptowährungen jedoch weiterhin 2,4 % (BTC) und 0,6 % (ETH) im Minus, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Bewegung eher als kurzfristige Erholung gewertet werden könnte.

Ausblick: Hohe Volatilität bleibt wahrscheinlich

Die aktuellen Marktbewegungen zeigen, dass bereits vage Aussagen ausreichen können, um deutliche Reaktionen auszulösen. Konkrete Vereinbarungen oder belastbare Fortschritte liegen bislang nicht vor.

Vor diesem Hintergrund bleibt das Umfeld anfällig für schnelle Richtungswechsel. Sollte sich die Aussicht auf einen Abzug der US-Truppen nicht bestätigen oder neue Spannungen auftreten, könnten die Märkte ebenso schnell wieder unter Druck geraten.

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