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Steigende Ölpreise sorgen weltweit für ein uneinheitliches Bild an den Märkten.
Steigende Ölpreise sorgen weltweit für ein uneinheitliches Bild an den Märkten.

Öl über 100 Dollar – Börsen weltweit unter Druck

Öl über 100 Dollar – Börsen weltweit unter Druck

Die Ölpreise steigen zum Wochenstart über die Marke von 100 Dollar je Barrel. An den Börsen sorgt das für Nervosität. In Asien geraten wichtige Indizes unter Druck, und auch in Europa setzt sich diese Entwicklung fort. Wenige Minuten nach Handelsstart rutscht der deutsche Leitindex DAX bereits unter die Marke von 23.000 Punkten.

Ölpreise steigen nach Angriff auf iranische Ölinfrastruktur

Auslöser der aktuellen Marktbewegung sind steigende Ölpreise. Hintergrund könnten geopolitische Spannungen im Nahen Osten sein, nachdem Berichte über Angriffe auf iranische Ölinfrastruktur durch Israel bekannt wurden.

Die Rohölpreise reagieren darauf zum Wochenstart deutlich. Die US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) notiert aktuell bei rund 101 US-Dollar je Barrel. Die Nordseesorte Brent steigt auf etwa 107 US-Dollar.

Steigende Energiepreise werden an den Finanzmärkten häufig als Risikofaktor gesehen, da sie Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum belasten könnten.

WTI-Ölpreis steigt über 100 USD je Barrel
Der Preis für WTI-Rohöl ist bereits kurz nach Handelsstart über 100 $ gestiegen | Chart-Quelle: TradingView

Börsen in Asien brechen ein

Die stärksten Verluste zeigen sich zum Wochenstart in Asien. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss mit einem Minus von 5,24 Prozent oder rund 2.913 Punkten deutlich im negativen Bereich.

Damit reagierten Anleger bereits in der asiatischen Sitzung auf die geopolitischen Spannungen und die steigenden Energiepreise.

Verluste setzen sich in Europa fort

Auch in Europa setzt sich die negative Stimmung zum Handelsstart fort. Der deutsche Leitindex DAX verliert aktuell rund 2,6 Prozent und fällt unter die Marke von 23.000 Punkten.

Belastet wird der Markt dabei nicht nur von den steigenden Energiepreisen. Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland sorgen zusätzlich für Druck. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind nach den jüngsten Zahlen mit einem Minus von 11,1 % deutlich stärker als erwartet zurückgegangen. Erwartet wurde ein Rückgang von "nur" 4,2 Prozent. Zudem wurden auch die Zahlen aus dem Vormonat um 1,2 % nach unten korrigiert.

Die Zahlen gelten als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone.

Auch der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 notiert aktuell rund 2,9 Prozent im Minus.

US-Futures zeigen moderatere Verluste

Die vorbörslichen Signale aus den USA fallen dagegen etwas weniger deutlich aus. Futures auf große US-Indizes notieren derzeit etwa 1,5 Prozent im Minus.

Das deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer zwar auf die steigenden Energiepreise reagieren, die Lage aber zunächst etwas differenzierter einschätzen.

Gold stabil – US-Dollar fester – Bitcoin fällt zurück in Abwärtskanal

Während Aktienmärkte unter Druck stehen, zeigt sich der Goldpreis vergleichsweise stabil. Das Edelmetall Gold hält sich weiterhin im Bereich von rund 5.100 US-Dollar.

Gleichzeitig zeigt sich der US-Dollar fester. Das Währungspaar EUR/USD stabilisiert sich aktuell im Bereich von etwa 1,15. Ein stärkerer Dollar kann den Goldpreis tendenziell begrenzen, da das Edelmetall international in US-Dollar gehandelt wird.

Am Kryptomarkt zeigt sich dagegen erneut Schwäche. Die Kryptowährung Bitcoin scheint ihren vorherigen Ausbruch zunächst beendet zu haben und bewegt sich wieder innerhalb eines bestehenden Abwärtskanals.

Fazit am Morgen

Die Entwicklungen an den Finanzmärkten werden zum Wochenstart vor allem von den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten geprägt. Der deutliche Anstieg der Ölpreise über die Marke von 100 US-Dollar sorgt für Nervosität an den Börsen und belastet insbesondere die Aktienmärkte.

Die aktuelle Lage zeigt, dass der Markt weiterhin einer erhöhten Volatilität ausgesetzt sein könnte. Die weitere Richtung dürfte dabei maßgeblich davon abhängen, ob der Konflikt weiter eskaliert oder Anzeichen für eine Entspannung erkennbar werden.

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