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Das Ausbleiben einer Deeskalation an der Straße von Hormus belastet die Märkte erneut.
Das Ausbleiben einer Deeskalation an der Straße von Hormus belastet die Märkte erneut.

Ölpreis steigt wieder – Märkte drehen ins Minus

Am Donnerstag zeigt sich erneut, wie stark die Finanzmärkte derzeit von der geopolitischen Lage beeinflusst werden. Nach drei Tagen moderater Erholung dreht die Stimmung wieder und zunehmender Pessimismus hinsichtlich der Lage am Persischen Golf wird sichtbar.

Während Aktien und Metalle nachgeben, zeigt sich der US-Dollar fester und profitiert von der steigenden Unsicherheit.

Ölpreise steigen wieder über wichtige Marken

Nachdem auf Ankündigungen möglicher Friedensgespräche keine konkreten Fortschritte folgten und der Iran entsprechende Aussagen sogar dementierte, nehmen die Sorgen um die Rohölversorgung wieder zu.

Nach dem deutlichen Preisrückgang zu Wochenbeginn steigen die Ölpreise seit der Wochenmitte wieder an und haben wichtige Marken zurückerobert.

WTI-Rohöl notiert aktuell wieder über der Marke von 90 US-Dollar bei rund 93,40 US-Dollar je Barrel. Die Nordseesorte Brent hat die Marke von 100 US-Dollar ebenfalls überschritten und wird derzeit bei etwa 101,50 US-Dollar je Barrel gehandelt.

Brent Rohöl wieder über 100 USD
Nach der enttäuschten Hoffnung einer Deeskalation im Iran, steigt der Preis für Brent-Rohöl wieder über 100 US-Dollar. | Chart-Quelle: TradingView

Steigende Ölpreise belasten die Aktienmärkte

Die höheren Ölpreise sowie die anhaltenden Sorgen über mögliche Einschränkungen der Ölversorgung und das Ausbleiben einer Deeskalation setzen die Aktienmärkte erneut unter Druck.

Nach einer mehrtägigen Erholungsphase drehen die Indizes infolge schwacher Vorgaben aus Asien wieder ins Minus. Der DAX notiert aktuell bei rund 22.625 Punkten und verliert etwa 1,35 %, womit er wieder deutlich unter die Marke von 23.000 Punkten fällt.

Auch der französische CAC 40 gibt nach und verliert rund 0,92 % auf etwa 7.774 Punkte. Der spanische IBEX 35 zeigt sich noch schwächer und notiert mit einem Minus von etwa 1,92 % bei rund 16.995 Punkten.

Goldpreis unter Druck

Auch der Goldpreis gerät erneut unter Druck und kann die Marke von 4.500 US-Dollar nicht verteidigen. Die steigenden Ölpreise stützen den US-Dollar, der sich moderat fester zeigt.

Ein stärkerer US-Dollar wirkt in der Regel belastend auf den Goldpreis. Zusätzlich könnte der in fallenden Märkten steigende Bedarf an Liquidität dazu führen, dass auch Goldpositionen reduziert werden.

Bitcoin fällt unter 70.000 US-Dollar

Auch bei den Kryptowährungen setzt sich die Schwäche fort. Bitcoin fällt wieder unter die Marke von 70.000 US-Dollar und notiert aktuell bei rund 69.400 US-Dollar, was einem Minus von etwa 3,1 % entspricht.

Altcoins zeigen sich noch schwächer. Ethereum verliert rund 5,2 % auf etwa 2.072 US-Dollar, während Solana mit einem Minus von rund 5,7 % auf etwa 87,64 US-Dollar fällt.

Die Entwicklung unterstreicht, dass Kryptowährungen aktuell stärker mit den Bewegungen der traditionellen Märkte korrelieren.

Ausblick: Hohe Volatilität dürfte anhalten

In den Wochen seit dem Ausbruch des Konflikts am Persischen Golf hat sich eine schwer einschätzbare Marktdynamik entwickelt. Bereits Hinweise auf mögliche Verhandlungen sorgen für kurzfristigen Optimismus, während ausbleibende Fortschritte die Stimmung schnell wieder kippen lassen.

Solange keine nachhaltige Lösung in Sicht ist, dürfte die Volatilität hoch bleiben und das Marktumfeld für Anleger und Trader weiterhin herausfordernd sein.

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