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Am ruhigen Ostermontag wird der Markt in erster Linie von geopolitischen Meldungen bewegt.
Am ruhigen Ostermontag wird der Markt in erster Linie von geopolitischen Meldungen bewegt.

Dünner Handel am Ostermontag – Ceasefire-Plan bewegt Märkte

Am Ostermontag sind an den Finanzmärkten üblicherweise nur geringe Bewegungen zu erwarten. In diesem Jahr sorgt jedoch die geopolitische Lage rund um den Persischen Golf für eine gewisse Abweichung von diesem Muster. Ein Vorschlag für einen möglichen Waffenstillstand hat am Morgen zumindest leichte Reaktionen ausgelöst.

Vermittler legen Plan für Waffenstillstand vor

Die Vermittler im Konflikt – Pakistan, die Türkei und Ägypten – haben den beteiligten Parteien einen Plan für einen 45-tägigen Waffenstillstand vorgelegt. Dieser sieht unter anderem ein vorübergehendes Ende der Kampfhandlungen sowie ein Aussetzen der Blockade der Straße von Hormus vor.

Eine Umsetzung könnte einen deutlichen Schritt in Richtung Entspannung bedeuten und insbesondere den Ölmarkt spürbar entlasten. Allerdings wurde der Vorschlag von iranischer Seite bereits kritisch bewertet. Ein offizieller Vertreter erklärte, der Plan enthalte nahezu ausschließlich Forderungen der USA, ohne ausreichende Garantien für den Iran zu bieten.

Gleichzeitig könnte die Forderung nach Garantien als Hinweis darauf gewertet werden, dass grundsätzlich Gesprächsbereitschaft besteht – auch wenn eine kurzfristige Einigung weiterhin unsicher erscheint.

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise reagieren auf die Meldungen mit leichten Abschlägen. US-Rohöl der Sorte WTI verliert am Morgen mehr als 2 % und wird aktuell bei rund 101,10 US-Dollar je Barrel gehandelt. Die Nordseesorte Brent entfernt sich ebenfalls von ihren jüngsten Höchstständen und notiert derzeit bei etwa 104,90 US-Dollar je Barrel.

Die Bewegung der Ölpreise könnte darauf hindeuten, dass Marktteilnehmer zumindest einen Teil der zuvor eingepreisten Risikoprämie wieder zurücknehmen.

WTI-Öl nähert sich wieder der Marke von 100 US-Dollar je Barrel.
Nach der Hoffnung auf einen Waffenstillstand gibt der Ölpreis nach und WTI nähert sich wieder der Marke von 100 US-Dollar. | Chart-Quelle: TradingView

US-Futures zeigen vorsichtige Erholung

Während die wichtigsten Börsen in Europa am Ostermontag geschlossen bleiben, wird an der Wall Street regulär gehandelt. Der Blick auf die Index-Futures deutet auf eine vorsichtig positive Stimmung hin.

Futures auf den Dow Jones legen aktuell um rund 0,18 % zu, während der S&P 500 etwa 0,40 % gewinnt. Besonders der technologielastige Nasdaq 100 zeigt sich mit einem Plus von rund 0,70 % etwas stärker.

Die Entwicklung könnte im Zusammenhang mit der Hoffnung auf eine mögliche, wenn auch unsichere Entspannung im Konflikt stehen.

US-Dollar schwächer, Gold leicht im Plus

Der US-Dollar zeigt sich im Zuge der aktuellen Entwicklung etwas schwächer. Gegenüber dem Euro verliert er rund 0,34 %, das Währungspaar EUR/USD steigt auf etwa 1,1556. Auch gegenüber dem japanischen Yen gibt der US-Dollar leicht nach und notiert bei rund 159,13.

Der Goldpreis kann von der Dollar-Schwäche profitieren. Nachdem er zum Ende der vergangenen Woche unter die Marke von 4.700 US-Dollar gefallen war, legt er aktuell um rund 0,6 % zu und notiert bei etwa 4.702 US-Dollar je Feinunze.

Bitcoin und Altcoins mit Erholungstendenz

Auch am Kryptomarkt zeigen sich erste Anzeichen einer Erholung. Bitcoin steigt um rund 4,13 % und notiert aktuell bei etwa 69.800 US-Dollar, womit sich die Kryptowährung wieder der Marke von 70.000 US-Dollar nähert.

Ethereum legt mit einem Plus von rund 5,38 % deutlicher zu und notiert bei etwa 2.154 US-Dollar. Auch bei den Altcoins zeigt sich Stärke – Cardano gewinnt rund 6,22 % und wird aktuell bei etwa 0,2575 US-Dollar gehandelt.

Ausblick: Unsicherheit bleibt dominierend

Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie stark die Märkte derzeit auf einzelne geopolitische Meldungen reagieren. Auch wenn der Vorschlag für einen Waffenstillstand kurzfristig für Entlastung sorgt, bleibt die Lage insgesamt unsicher.

Solange keine konkreten Fortschritte erzielt werden, könnten bereits einzelne neue Aussagen oder Entwicklungen erneut deutliche Bewegungen an den Finanz- und Rohstoffmärkten auslösen.

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