Sprache auswählen

Die Marktteilnehmer sind weiter unsicher und beobachten die Situation am Persischen Golf genau.
Die Marktteilnehmer sind weiter unsicher und beobachten die Situation am Persischen Golf genau.

Unsicherheit belastet Märkte – Ölpreis steigt wieder

Die gestern vereinbarte Waffenruhe ist bereits brüchig, was die Märkte wieder stärker beunruhigt. Auch die Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht sichergestellt, wie wir bereits berichteten. Die Unsicherheiten führen zu einem wieder steigenden Ölpreis und setzen die Aktienmärkte unter Druck.

Risikoaufschlag auf den Ölpreis steigt wieder

Die brüchige Waffenruhe und die unsichere Situation an der Straße von Hormus führten bereits zu einem höheren Risikoaufschlag auf die Ölpreise. Dadurch ist das US-Öl WTI wieder über die Marke von 90 US-Dollar je Barrel gestiegen. Aktuell steigt der Preis für WTI am Spot-Markt um rund 2,25 % und notiert bei 93,35 US-Dollar. Der Preis für die Nordseesorte Brent steigt aktuell um rund 1,80 % und das Barrel wird für 96,00 US-Dollar gehandelt.

Aktienmärkte stehen unter Druck

Die Aktienmärkte stehen durch die wieder aufgeflammte Unsicherheit über die Lage am Persischen Golf erneut stärker unter Druck. Die Möglichkeit von doch länger anhaltenden Störungen der Ölversorgung schürt die Sorgen vor höheren Kosten insbesondere im produzierenden Gewerbe. Aber mit gestiegenen Transport- und Logistikkosten ist auch der Dienstleistungssektor bereits stark belastet.

Der deutsche Leitindex DAX musste einen Teil seiner gestrigen Gewinne wieder abgeben. Aktuell notiert der Index mit einem Minus von 0,95 % bei 23.781 Punkten. Der Euro Stoxx 50 verliert aktuell 1,01 % und notiert bei 5.853 Punkten. Der französische CAC 40 bewegt sich im gleichen Bereich und verliert 0,92 % bei 8.187 Punkten.

Der Blick auf US-Index-Futures zeigt vorbörslich ebenfalls einen Rückgang, der bisher allerdings schwächer ausfällt. Futures auf den Dow Jones fallen aktuell um 0,30 %, Futures auf den S&P 500 geben derzeit0,23 % nach und auf den Nasdaq 100 verzeichnen sie mit aktuell -0,14 % die geringsten Verluste.

Der DAX gibt einen Teil seine Gewinne wieder ab.
Durch die aufflammende Unsicherheit am Markt gibt der DAX einen Teil der gestrigen Gewinnen wieder und fällt unter 24.000 Punkte. | Chart-Quelle: TradingView

US-Dollar schwächer, Goldpreis stabil

Der US-Dollar hat gestern bereits aufgrund der Aussicht auf einen durch den fallenden Ölpreis deutlich nachgegeben. Der Trend hat sich abgeschwächt, setzt sich heute aber fort. Gegenüber dem Euro verliert der US-Dollar aktuell rund 0,15 % und das Währungspaar EUR/USD notiert bei 1,1680. Gegenüber dem japanischen Yen kann die US-Währung hingegen derzeit 0,26 % zulegen und das Währungspaar notiert bei 158,90. Damit verliert der Yen rund die Hälfte seiner gestrigen Gewinne gegenüber dem Dollar.

Der Goldpreis hält sich heute noch im Bereich seines gestrigen Tagesschlusskurs. Aktuell notiert das gelbe Edelmetall bei rund 4.742 US-Dollar je Feinunze und hat sich damit aber wieder deutlich von gestrigen Höchststand bei 4.857 US-Dollar entfernt.

Bitcoin aktuell stabil über 70.000 US-Dollar

Auch der Kryptomarkt wird von der unklaren Entwicklung am Persischen Golf belastet. Bitcoin bleibt allerdings relativ stabil über der Marke von 70.000 US-Dollar und notiert bei einem Minus von 0,78 % aktuell bei 71.118 US-Dollar. Die Verluste für Ethereum fallen mit einem aktuellen Minus von 3,03 % deutlich höher aus. Die zweitgrößte Kryptowährung wird derzeit für 2.179 US-Dollar gehandelt.

Die Aussichten bleiben weiter unklar

Die Aussichten für die weiteren Entwicklungen sind weiterhin im Wesentlichen unklar. Die bisherigen Brüche der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA haben noch nicht zu einem erneuten Aufflammen des Konflikts geführt. Diese Unsicherheit sowie die unklare Situation an der Straße von Hormus dürften weiterhin für eine gewisse Zurückhaltung der Marktteilnehmer in einem schwierigen Umfeld sorgen.

Related Articles

Risikohinweis: Der Handel mit CFDs und anderen gehebelten Finanzprodukten auf Margin und Derivaten ist immer mit einem hohen Risiko behaftet. Es besteht die Möglichkeit, mehr als die ursprüngliche Einlage zu verlieren. Deshalb sind diese Produkte evtl. nicht für jeden Anleger/Investor geeignet. Bitte informieren Sie sich ausführlich zu diesen Produkten und/oder ziehen Sie einen unabhängigen Finanzberater hinzu.

Der Webseitenbetreiber kann von den auf dieser Website Werbetreibenden anhand Ihrer Interaktion mit den Werbeanzeigen oder Werbetreibenden vergütet werden.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Webseite enthalten Einschätzungen der Autoren zum Marktverhalten stellen keine Finanzberatung und keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten dar, sondern sind lediglich eine persönliche Einschätzung. Wenn Sie die die Einschätzung des Autors in Ihre Entscheidung einfließen lassen, geschieht dies ausschließlich auf Ihr eigenes Risiko. Wenn Sie den Handel mit Finanzprodukten ausüben, müssen Sie sich darüber bewusst sein, dass ein Verlust bis zur Höhe Ihrer gesamten Einlage entstehen kann. Machen Sie sich aktiv mit dem Handel und den Eigenschaften der Instrumente, insbesondere bei gehebelten Derivaten, vertraut und/oder lassen Sie sich unabhängig beraten, bevor Sie eigenes Geld anlegen und verwenden Sie nur Kapital, dessen Verlust Sie sich leisten können.