Sprache auswählen

Die Märkte zeigen sich zum Wochenbeginn noch auf Richtungssuche.
Die Märkte zeigen sich zum Wochenbeginn noch auf Richtungssuche.

Märkte uneinheitlich – Geopolitik und Inflation im Fokus

Die Finanzmärkte zeigen sich zum Wochenstart uneinheitlich. Während geopolitische Entwicklungen weiterhin den Takt vorgeben, rücken mit den anstehenden Inflationsdaten zunehmend auch makroökonomische Faktoren in den Fokus.

Nach positiven Vorgaben aus Asien tendieren die europäischen Märkte nach Handelsstart leicht schwächer, was auf eine insgesamt vorsichtige Haltung der Marktteilnehmer hindeutet.

Iran-Konflikt: Neue Dynamik und diplomatische Signale

Die Lage am Persischen Golf bleibt angespannt und hat über das Wochenende eine neue Dimension erreicht. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben sich erstmals direkt in den Konflikt eingeschaltet und ballistische Raketen sowie Drohnen auf Süd-Israel abgefeuert. Die Angriffe konnten abgefangen werden und führten zu keinen größeren Schäden.

Parallel dazu setzte Iran seine kleineren Raketensalven fort. Gleichzeitig mehren sich jedoch auch diplomatische Signale: Pakistan organisierte am Sonntag eine regionale Außenministerkonferenz und bietet sich als Gastgeber für direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran an.

Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich zuletzt optimistisch und sprach von laufenden direkten und indirekten Verhandlungen, die Fortschritte zeigen könnten. Gleichzeitig bleibt der Ton in Teilen widersprüchlich, da weiterhin auch wirtschaftlicher Druck auf Iran im Raum steht.

Der Iran selbst sendet gemischte Signale: Während vor westlichen Informationskampagnen gewarnt wird, bleiben größere militärische Eskalationen bislang aus.

Ölpreise bleiben auf hohem Niveau

Die weiterhin angespannte Lage rund um die Straße von Hormus hält die Ölpreise auf einem erhöhten Niveau. Trotz leichter Rückgänge zum Wochenstart notieren die Preise weiterhin deutlich über wichtigen Marken.

Das US-Rohöl WTI wird aktuell bei rund 99,05 US-Dollar je Barrel gehandelt, während die Nordseesorte Brent bei etwa 107,10 US-Dollar je Barrel notiert. Gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag zeigt sich damit insgesamt keine Entspannung.

Aktienmärkte reagieren zurückhaltend

Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich zum Wochenstart uneinheitlich. Der DAX startete vorbörslich noch freundlich, drehte jedoch zum Handelsbeginn ins Minus und notiert aktuell rund 0,1 % schwächer.

Der französische CAC 40 zeigt sich etwas stabiler und bewegt sich mit einem leichten Plus von rund 0,1 % knapp im positiven Bereich.

Ein Blick auf die US-Index-Futures deutet hingegen auf eine leicht freundlichere Eröffnung hin. Futures auf den Dow Jones steigen um etwa 0,40 %, der S&P 500 legt rund 0,45 % zu und der Nasdaq 100 notiert etwa 0,43 % im Plus.

US-Dollar stabil, Gold und Bitcoin ohne klare Dynamik

Der US-Dollar zeigt sich zum Wochenstart stabil und kann gegenüber dem Euro und dem britischen Pfund leicht zulegen. Das Währungspaar EUR/USD notiert aktuell bei rund 1,1498, während GBP/USD leicht nachgibt.

Lediglich gegenüber dem japanischen Yen zeigt sich der US-Dollar schwächer. Das Paar USD/JPY fällt aktuell leicht auf etwa 159,71.

Der Goldpreis kann sich über der Marke von 4.500 US-Dollar stabilisieren und notiert aktuell bei rund 4.525 US-Dollar je Feinunze.

Bitcoin verharrt hingegen weiterhin in einer etablierten Seitwärtsbewegung unterhalb der Marke von 70.000 US-Dollar. Mit einem Kurs von rund 67.285 US-Dollar bewegt sich die Kryptowährung weiterhin in der Range zwischen 65.000 und 73.000 US-Dollar.

Bitcoin Range 65000 bis 73000 USD Seitwärtsbewegung 2026
Bitcoin bewegt sich weiterhin in der Anfang Februar etablierten Preisspanne zwischen 65.000 und 73.000 US-Dollar. | Chart-Quelle: TradingView

Ausblick: Geopolitik und Daten im Fokus

Auch in dieser Woche dürfte die Entwicklung an den Märkten maßgeblich von geopolitischen Impulsen beeinflusst werden. Gleichzeitig rücken wichtige makroökonomische Daten in den Fokus.

Bereits zum Wochenbeginn stehen Inflationsdaten aus Deutschland an, die für die geldpolitische Ausrichtung der Europäischen Zentralbank von Bedeutung sein könnten. Am Freitag folgen mit den Non-Farm-Payrolls wichtige Arbeitsmarktdaten aus den USA.

Insgesamt bleibt das Marktumfeld von Unsicherheit geprägt. Neue Impulse – sowohl aus der Geopolitik als auch aus der Wirtschaft – könnten jederzeit für stärkere Bewegungen sorgen.

Related Articles

Risikohinweis: Der Handel mit CFDs und anderen gehebelten Finanzprodukten auf Margin und Derivaten ist immer mit einem hohen Risiko behaftet. Es besteht die Möglichkeit, mehr als die ursprüngliche Einlage zu verlieren. Deshalb sind diese Produkte evtl. nicht für jeden Anleger/Investor geeignet. Bitte informieren Sie sich ausführlich zu diesen Produkten und/oder ziehen Sie einen unabhängigen Finanzberater hinzu.

Der Webseitenbetreiber kann von den auf dieser Website Werbetreibenden anhand Ihrer Interaktion mit den Werbeanzeigen oder Werbetreibenden vergütet werden.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Webseite enthalten Einschätzungen der Autoren zum Marktverhalten stellen keine Finanzberatung und keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten dar, sondern sind lediglich eine persönliche Einschätzung. Wenn Sie die die Einschätzung des Autors in Ihre Entscheidung einfließen lassen, geschieht dies ausschließlich auf Ihr eigenes Risiko. Wenn Sie den Handel mit Finanzprodukten ausüben, müssen Sie sich darüber bewusst sein, dass ein Verlust bis zur Höhe Ihrer gesamten Einlage entstehen kann. Machen Sie sich aktiv mit dem Handel und den Eigenschaften der Instrumente, insbesondere bei gehebelten Derivaten, vertraut und/oder lassen Sie sich unabhängig beraten, bevor Sie eigenes Geld anlegen und verwenden Sie nur Kapital, dessen Verlust Sie sich leisten können.