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Durch die unklare Lage der Straße von Hormus hält die Unsicherheit an den Märkte an.
Durch die unklare Lage der Straße von Hormus hält die Unsicherheit an den Märkte an.

Euphorie trifft auf Realität – Märkte bleiben verunsichert

Euphorie trifft auf Realität – Märkte bleiben verunsichert

Das in der Nacht auf Mittwoch erzielte Abkommen über einen Waffenstillstand und die Freigabe der Straße von Hormus hat an den Märkten zunächst eine deutliche Euphorie ausgelöst. Ein Grund dafür könnte gewesen sein, dass zu Beginn nur wenige konkrete Details bekannt waren und Marktteilnehmer entsprechend Interpretationsspielraum hatten.

Die Hoffnung auf einen möglichen dauerhaften Frieden am Persischen Golf dürfte dabei eine zentrale Rolle gespielt haben. Im weiteren Verlauf zeigte sich jedoch, dass zwar ein erster Schritt in Richtung Entspannung gemacht wurde, der Weg zu einer nachhaltigen Lösung jedoch steinig und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden bleibt.

Abkommen auf tönernen Füßen

Das Fundament, auf dem die Erwartungen vieler Marktteilnehmer derzeit ruhen, ist die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass dieses Fundament aktuell noch sehr fragil ist.

Reedereien zeigen sich weiterhin zurückhaltend bei der Durchfahrt, was unter anderem auf fehlende oder unzureichende Versicherungsdeckungen für die Passage zurückzuführen ist.

Straße von Hormus nur auf dem Papier frei

Zusätzlich hat der Iran Berichten zufolge eine Maut in Höhe von rund 2 Millionen US-Dollar pro Passage ins Gespräch gebracht. Neben rechtlichen Fragen auf internationalen Seewegen verstärkt dies die Unsicherheit unter den Reedereien.

Viele Marktteilnehmer könnten eine Durchfahrt ohne Zahlung als potenzielles Risiko bewerten und Angriffe auf entsprechende Schiffe befürchten.

Hinzu kommen Berichte, wonach Teile des Seewegs möglicherweise vermint wurden. Diese Einschätzung wird dadurch gestützt, dass Schiffe aus mit dem Iran befreundeten Staaten offenbar alternative Routen näher an der iranischen Küste und vorgelagerten Inseln nutzen.

Waffenruhe bleibt fragil

Trotz der vereinbarten Waffenruhe kam es Berichten zufolge weiterhin zu vereinzelten Drohnenangriffen. Dabei sollen unter anderem Ziele in Golfstaaten betroffen gewesen sein.

Ein Angriff verursachte in Kuwait Schäden an Energieinfrastruktur, während Saudi-Arabien nach eigenen Angaben mehrere Drohnen abfangen konnte, bevor diese ihre Ziele erreichten.

Ölpreise legen wieder zu, Aktienmärkte schwächer

Die Ölpreise reagieren auf die wachsende Unsicherheit mit einem leichten Anstieg. US-Rohöl der Sorte WTI ist wieder über die Marke von 90 US-Dollar je Barrel gestiegen, während Brent-Öl aktuell bei rund 95 US-Dollar notiert.

An den Aktienmärkten zeigt sich im Gegenzug eine verhaltene Reaktion. In Asien geben die wichtigsten Indizes leicht nach. Der japanische Nikkei 225 schloss mit einem Minus von rund 0,53 % bei 56.010 Punkten, während der Shanghai Composite um etwa 0,69 % auf 3.967 Punkte fiel.

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