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Die ZEW-Zahlen könnten ein Warnsignal für die EZB sein
Die ZEW-Zahlen könnten ein Warnsignal für die EZB sein.

ZEW-Konjunkturerwartungen enttäuschen deutlich – VPI Deutschland wie erwartet (17.02.2026)

Der Dienstag startet mit gemischten Signalen aus Deutschland: Während der Verbraucherpreisindex (VPI) im Januar exakt den Erwartungen entspricht, enttäuschen die ZEW-Konjunkturerwartungen deutlich stärker als befürchtet. Der Euro und die europäischen Indizes geben leicht nach, während Gold und Bitcoin kaum reagieren. Hier die Details und erste Markteinschätzung.

VPI Deutschland Januar: Genau im Zielkorridor

Der Verbraucherpreisindex (VPI) für Deutschland im Januar entspricht mit +0,1 % m/m und +2,1 % y/y exakt den Prognosen der Analysten. Damit bleibt die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Eurozone weiterhin stabil im EZB-Zielbereich von 2,0 %. Nach zwei Monaten leichter Rückgänge ist das ein weiterer Hinweis auf eine kontrollierte Abkühlung, ohne dass es zu einem starken Inflationsrückgang kommt. Shelter-Kosten und Dienstleistungen bleiben hartnäckig, was die EZB weiterhin zur Vorsicht bewegen dürfte. Der Euro zeigte sich nach den Zahlen gegenüber dem Dollar kaum bewegt (EUR/USD ~1,184), die Reaktion an den Märkten ist entsprechend verhalten.

ZEW-Konjunkturerwartungen Februar: Starker Rückschlag

Deutlich enttäuschender fallen die ZEW-Konjunkturerwartungen für Februar aus. Nach einem überraschend starken Wert von 59,3 Punkten im Januar (deutlich über den Erwartungen) hatten Analysten einen weiteren Anstieg auf 65,8 Punkte prognostiziert. Tatsächlich gab es einen Rückgang auf nur 58,3 Punkte – also sogar niedriger als im Vormonat. Das ist ein klarer Dämpfer für die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft. Der Index bleibt zwar weiterhin über der wichtigen 50-Punkte-Marke (Expansion), aber der Schwung ist raus.

Die Reaktion an den Märkten ist dennoch verhalten: Der DAX hatte nach den VPI-Daten noch leicht positiv reagiert, droht aber nach den ZEW-Zahlen zu kippen und gibt einen Teil der moderaten Gewinne vom Morgen wieder ab. Aktuell verzeichnet er noch ein kleines Plus von 0,12 %. Der Euro verliert leicht gegenüber dem Dollar (EUR/USD auf ~1,182). Besonders betroffen sind zyklische Sektoren und Bankenwerte, während defensivere Titel (Versorger, Gesundheit) halten. Der Rückgang signalisiert, dass Investoren die deutsche Konjunktur weiterhin skeptisch sehen – trotz der stabilen Inflationsdaten.

Der DAX wird ausgebremst
Nach einem guten Start gerät derDAX nach den ZEW-Zahlen wieder unter Druck. | Chart-Quelle: TradingView

Marktreaktion & Ausblick

Der heutige Tag bleibt dünn besetzt: Keine großen US-Daten, Asien größtenteils geschlossen (Lunar New Year). Der Fokus verschiebt sich dadurch komplett auf das morgen erwartete FOMC-Sitzungsprotokoll. Ein dovisher Ton (Diskussion über frühere Zinssenkungen, Wachstumssorgen) könnte Risk-On auslösen und den Euro, europäische Indizes sowie Gold stützen. Bleibt die Fed hawkish, dürfte der Druck auf den Euro und risikoreiche Assets anhalten.

Gold notiert weiter knapp über 5.000 USD, Bitcoin pendelt um 66.800–67.200 USD – beide warten auf den nächsten Impuls. Wer die Entwicklung der Kurse live verfolgen möchte, findet hier eine neutrale Übersicht über etablierte Plattformen, die das breite Feld der Assets nahezu vollständig abdecken: Zur Trading-Plattform-Übersicht.

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