Gold hat den psychologischen Meilenstein geknackt: Zum ersten Mal notiert der Preis über 5000 US-Dollar pro Feinunze. Stand Montagmorgen (26. Januar 2026) liegt Spot-Gold bei etwa 5010–5020 USD, die Futures sogar knapp darüber. Ein starker Wochenstart – aber viele fragen sich jetzt: Ist das der Anfang vom Ende oder läuft der Bullenmarkt einfach weiter?
Die wichtigsten Treiber des Preissprungs
- Schwacher US-Dollar: DXY unter 103 – Gold wird für internationale Käufer günstiger.
- Fed ohne Zinserhöhungssignale: Keine hawkische Rhetorik mehr, Realzinsen bleiben negativ.
- Geopolitische Nervosität: Nahost, Ukraine, Taiwan – Safe-Haven-Nachfrage bleibt hoch.
- Zentralbankkäufe: China, Indien und andere Länder kaufen weiter fleißig.
- January-Effekt: Rohstoffe starten oft stark ins neue Jahr – 2026 ist keine Ausnahme.
Ausblick: Pause oder weiterer Anstieg?
Kurzfristig bullisch: Viele Analysten sehen 5200–5400 USD als realistisch, wenn der Dollar weiter schwächelt und die Risikoaversion anhält. Goldman Sachs hat das Ziel schon auf 5400 angehoben.
Mittelfristig Korrektur möglich: Gewinnmitnahmen, ein stärkerer Dollar oder plötzlicher Risikoappetit könnten den Preis zurück auf 4800–4900 drücken. Die 5000er-Marke wird dann zur neuen starken Unterstützung.
Für langfristige Halter (physisch oder ETF): Entspannt bleiben – der übergeordnete Trend ist bullisch. Ein klarer Stunden-Close deutlich unter der 5000er-Marke könnte kurzfristig schnelle Abgaben auslösen.
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Fazit
Der Sprung über 5000 Dollar ist mehr als nur eine runde Zahl – er zeigt, dass die fundamentalen Treiber für Gold weiter intakt sind. Ob jetzt eine gesunde Pause kommt, eine Korrektur einsetzt oder der Run einfach weitergeht, hängt stark vom Dollar und der globalen Risikostimmung ab. Eins ist sicher: Gold bleibt 2026 ein Thema, das man nicht ignorieren sollte.
Wer den Goldpreis live verfolgen oder in ETFs investieren möchte, findet hier eine neutrale Übersicht über gängige und renommierte Trading-Plattformen.