Die Finanzmärkte weltweit zeigen sich am 16. Dezember 2025 nervös. Nach moderaten Verlusten an der Wall Street und deutlichen Rückgängen in Asien deuten Futures auf eine schwache Eröffnung der europäischen Börsen hin. Anleger warten gespannt auf wichtige US-Arbeitsmarktdaten und bewerten die jüngsten Konjunktursignale aus China. Der DAX und der Euro Stoxx 50 könnten den Tag im Minus beginnen.
Rückblick auf die US-Märkte am 15. Dezember
Die US-Börsen schlossen gestern überwiegend im Minus. Der Dow Jones Industrial Average gab um 0,5 Prozent auf 48.458 Punkte nach. Der S&P 500 verlor bis zu 1,1 Prozent und schloss um die Marke von 6.860 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 rutschte um 0,5 Prozent ab.
Gründe für die Schwäche waren anhaltende Unsicherheiten vor dem US-Arbeitsmarktbericht sowie Bedenken zu hohen Bewertungen im Tech-Sektor. Trotz eines starken Jahresverlaufs – der S&P 500 liegt rund 16 Prozent im Plus – dominierte Vorsicht. Die Märkte preisen weitere Zinssenkungen der Fed ein, bleiben aber sensibel für Inflations- und Wachstumssignale.
Schwacher Start in Asien
Der frühe Handel in Asien verlief deutlich negativ und setzte den negativen Impuls aus den USA fort. Der Hang Seng Index in Hongkong brach um 1,6 Prozent auf 25.211 Punkte ein. Der Shanghai Composite verlor 1,1 Prozent und fiel auf 3.826 Punkte. In Südkorea gab der Kospi um 2,2 Prozent nach.
Der japanische Nikkei litt unter Spekulationen auf eine Zinserhöhung der Bank of Japan, was den Yen stärkte und exportorientierte Unternehmen belastete. Schwache chinesische Daten zu Einzelhandelsumsätzen und Investitionen verstärkten die Abwärtsbewegung. Asien signalisiert damit wachsende Sorgen um das globale Wachstum.
Eröffnung der europäischen Märkte
Die Futures auf europäische Indizes deuten auf einen roten Start hin. Der DAX wird voraussichtlich niedriger eröffnen und könnte um 0,8 Prozent auf rund 24.000 Punkte fallen. Der Euro Stoxx 50 wird ebenfalls mit Verlusten erwartet, Futures notieren leicht im Minus.
Ähnliche Tendenzen zeigen sich beim FTSE 100 und CAC 40. Die Stimmung bleibt gedämpft, da Europa empfindlich auf globale Risiken reagiert – insbesondere auf schwache Signale aus China, einem wichtigen Handelspartner.
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Stimmung für DAX und europäische Märkte
Mittelfristig bleiben die Aussichten vorsichtig. Der DAX hat 2025 ein starkes Jahr hinter sich und notiert nahe historischen Höhen um 24.000 Punkte, doch Analysten warnen vor Korrekturrisiken. Positive Faktoren wie mögliche Fiskalimpulse in Deutschland und eine lockere EZB-Politik könnten stützen, doch geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und die Unsicherheit um US-Zinsen dämpfen die Stimmung.
Viele Experten rechnen mit einer Seitwärtsbewegung bis Jahresende, gefolgt von moderatem Wachstum 2026. Der Fokus liegt heute auf dem US-Arbeitsmarktbericht, der die Erwartungen an Fed-Entscheidungen beeinflussen könnte.
Fazit: Vorsicht dominiert
Die europäischen Märkte stehen vor einem herausfordernden Tag. Die negative Vorgabe aus USA und Asien überwiegt, während strukturelle Stärken in Europa nur begrenzt greifen. Anleger sollten volatil rechnen und auf neue Daten achten. Eine Stabilisierung könnte eintreten, wenn positive Konjunktursignale überwiegen – doch derzeit überwiegt die Vorsicht.
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