Die Aussagen von US-Präsident Donald Trump (Dollar-Kurs-Kritik, neue 25%-Zoll-Drohungen gegen Südkorea, implizite Fed-Kritik) haben den Markt gestern Abend und heute Morgen spürbar bewegt. Der US-Dollar-Index (DXY) ist deutlich abgerutscht (aktuell 102,8–103,0), während die Reaktionen in Aktien, Gold und Öl auseinanderlaufen. Der Markt zeigt Nervosität, aber keine einheitliche Richtung.
Dollar unter Druck – der zentrale Treiber
Der DXY hat seit Trumps Rede etwa 0,4–0,6 % verloren. Ein schwächerer Dollar macht Rohstoffe (Gold, Öl, Kupfer) für internationale Käufer günstiger und stützt gleichzeitig risikoreichere Assets wie Aktien. Die Kombination aus Dollar-Kritik und Zoll-Drohungen hat den Markt in zwei Lager gespalten: Safe-Haven-Käufer (Gold) und Risiko-Jäger (Aktien).
Aktien: Leichte Gewinne trotz Unsicherheit
S&P 500, Nasdaq und Dow notieren seitwärts bis leicht positiv (+0,2 bis +0,5 %). Die Märkte interpretieren Trumps Rhetorik bisher als „laut, aber nicht neu“ – keine konkreten neuen Zoll-Pakete, sondern Wiederholungen. Solange keine Eskalation folgt, profitieren Zykliker und Tech von der Dollar-Schwäche. Ein echter Ausbruch nach oben ist aber noch nicht zu sehen.
Gold: Neues Allzeithoch trotz Korrekturversuch
Gold hat gestern kurz unter 5.000 USD gedippt (Tief ~4.980–4.990), sich aber schnell bis zum Widerstand bei 5.100 USD erholt. Nach der Rede Trumps wurde dieser überwunden und ein neues Allzeithoch bei 5.190 USD erreicht. Die Dollar-Schwäche überwiegt hier klar – strukturelle Treiber (Zentralbankkäufe, Geopolitik) halten den Preis stabil.
Öl: Weiter schwach
WTI und Brent geben nach (–0,8 bis –1,2 %). Der US-Wintersturm hat bisher keine großen Raffinerie-Ausfälle verursacht, Lagerbestände bleiben hoch, Nachfrage verhalten. Vom Dollar-Rückgang kann Öl nur sehr begrenzt profitieren.
Morgige Trump-Rede im Fokus
Morgen um 14:30 Uhr MEZ wird eine weitere Rede von Donald Trump erwartet – wieder ist hohes Potenzial für Markt-Erschütterungen (Zölle, Fed, Handelspolitik) enthalten. Historisch lösen solche Statements oft 1–2 % Schwankungen in Indizes und bei Rohstoffen aus.
Fazit
Der Markt bleibt überwiegend in Wartestellung: Dollar schwach, Aktien leicht im Plus, Gold mit neuem Rekord über 5.100 USD, Öl weiter unter Druck. Die weitere Entwicklung in dieser Woche hängt stark von Trump und seiner morgigen Rede ab. Wer die Märkte und Kurse live am PC oder auf dem Smartphone verfolgen möchte, findet hier eine neutrale Übersicht über etablierte Plattformen, die das breite Feld der Assets nahezu vollständig abdecken: Zur Trading-Plattform-Übersicht.