Die US-Erzeugerpreise (PPI) für Dezember kamen deutlich stärker als erwartet: YoY +3,0 % (erwartet 2,7 %), MoM +0,5 % (erwartet 0,2 %). Das ist ein klarer Inflationsimpuls, der die gedämpften Zinssenkungserwartungen vom Vortag nochmal verstärkt. Der Markt reagiert prompt: Gold korrigiert weiter, der Dollar stabilisiert sich leicht, und die Indizes pendeln nervös.
Gold und Silber im Kampf um wichtige Marken
Gold hat vom gestrigen Hoch bei rund 5.626 USD stark korrigiert und kämpft nach den Daten des Erzeugerpreisindex (PPI) um die 5.000-USD-Marke (aktuell ~5.015–5.050 USD, –10 % vom Hoch). Silber ist ähnlich betroffen – vom Hochbereich um 120 USD ging es unter 100 USD und notiert jetzt knapp darunter. Beide Metalle zeigen eine klare Konsolidierung nach dem vorherigen Überkauf, mit möglichen Unterstützungszonen um 5.000 USD (Gold) und 100 USD (Silber).
USD stabilisiert sich
Der US-Dollar-Index (DXY) hat auf die PPI-Daten hin leicht zugelegt und stabilisiert sich bei etwa 96,50–96,70. Gegenüber dem EUR (EUR/USD ~1,19), dem GBP und dem Yen hat der Dollar seine gestrigen Verluste teilweise wieder wettgemacht – die Grundtendenz bleibt schwach, aber der Inflationsimpuls gibt ihm kurzfristig Halt.
Indizes unter Druck – leichte Erholung
Die großen US-Indizes (S&P 500, Nasdaq, Dow) standen nach der PPI-Veröffentlichung zunächst im Minus, erholen sich aber teilweise im Pre-Market (S&P 500 +0,1 bis +0,3 %). Die Stimmung bleibt fragil – ein PPI, der Inflationsdruck bestätigt, dämpft den Risikoappetit, aber die robuste US-Wirtschaft verhindert bisher einen echten Ausverkauf.
In Europa zeigen sich die Indizes nach Markteröffnung am letzten Handelstag der Woche zunächst freundlich. Der DAX kann aktuell (10:00 CET) ein Plus von rund 0,89 % verzeichnen und der Euro Stoxx 50 einen Zuwachs von 0,65 %.
Fazit
Der gesamte Markt zeigt weiterhin hohe Nervosität. Gold und Silber korrigieren kräftig, der Dollar stabilisiert sich vorerst, und die Indizes pendeln zwischen Druck und leichter Erholung. Jeder neue Impuls kann zu deutlichen Ausschlägen oder Abschlägen führen. Derzeit herrscht noch eine Art „Wartestellung“ – die Richtung entscheidet sich wahrscheinlich erst mit den nächsten wichtigen Datenpunkten.
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