Der Bitcoin-Preis hat in den letzten Monaten einen dramatischen Absturz erlebt und liegt am 06.02.2026 bei rund 64.875 USD, was einem Rückgang von über 40 % seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 entspricht. Dieser Crash erinnert vom Umfang her an den Bärenmarkt von 2021/2022, ist jedoch in viel kürzerer Zeit abgelaufen – nur 4 Monate statt eines Jahres. Die Lage bleibt hoch volatil, mit starken Schwankungen und einer allgemeinen Risikoaversion am Markt. Auch andere Kryptowährungen wie Ethereum (ETH) und Solana (SOL) sind ähnlich betroffen und haben vergleichbare Rückgänge erlebt, was zeigt, dass die Ursachen nicht ausschließlich Bitcoin-spezifisch sind, sondern den gesamten Krypto-Sektor erfassen.
Entwicklung seit dem Allzeithoch
Bitcoin erreichte sein Allzeithoch (ATH) im Oktober 2025 bei etwa 126.296 USD, getrieben durch institutionelle Adoption, ETF-Zuflüsse und optimistische Marktstimmung. Seither hat der Preis einen stetigen Abwärtstrend gezeigt:
- November 2025: Erste Rücksetzer aufgrund von Fed-Signalen und Tech-Selloffs, Preis fällt auf unter 100.000 USD.
- Dezember 2025 bis Januar 2026: Weitere Verluste durch ETF-Ausflüsse (über 1 Milliarde USD in einer Woche) und globale Marktrückgänge, Preis testet 80.000 USD.
- Februar 2026: Beschleunigter Absturz, ausgelöst durch die Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Chair und anhaltende Hawkishness der US-Notenbank Fed. Am 06.02.2026 fiel Bitcoin auf ein Tief von 60.074,80 USD, das tiefste Level seit November 2024.
Ähnlich oder schlimmer bei ETH und SOL: Ethereum hat seit seinem ATH etwa 60 % verloren und liegt bei 1.895 USD, Solana hat in den letzten Wochen sogar rund 70 % eingebüßt und notiert aktuell bei 78.20 USD. Die Korrelation zum Tech-Sektor (z. B. AI-Aktien-Crash) und zu Edelmetallen (Gold und Silber ebenfalls unter Druck) ist hoch, was den Sektor-übergreifenden Charakter unterstreicht.
Ursachen des Absturzes
Der Crash ist nicht auf eine einzelne Ursache zurückzuführen, sondern auf eine Kombination aus makroökonomischen, politischen und marktspezifischen Faktoren:
- Fed-Politik und Hawkishness: Die Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Chair hat Erwartungen an „higher for longer“-Zinsen gestärkt. Höhere Zinsen machen Kryptos weniger attraktiv (keine Dividenden, hohes Risiko) und stärken den Dollar, was Druck auf BTC und Kryptowährungen im Allgemeinen ausübt.
- ETF-Abflüsse: US-Spot-Bitcoin-ETFs haben in der letzten Woche Netto-Abflüsse von über 1 Milliarde USD erlebt, darunter BlackRock's IBIT mit 373 Millionen USD an einem Tag. Das signalisiert den Abzug institutionellen Kapitals.
- Globaler Tech- und Market-Selloff: Der Crash korreliert mit Rückgängen in Tech-Aktien (AI-Crash) und Edelmetallen. Liquidationen in der Krypto-Sphäre (Massive Wave of Liquidations) haben den Abwärtstrend beschleunigt.
- Technische Überdehnung: Nach dem parabolischen Anstieg 2025 war BTC extrem überkauft (RSI >90), was eine Korrektur überfällig machte. Der Bruch unter 80.000 USD hat weitere Stop-Losses getriggert und den Absturz beschleunigt.
- Politische Unsicherheit: Regierungs-Shutdown-Fears, US-Politik und geopolitische Risiken (Ukraine, Nahost) treiben Risikoaversion – Kryptos leiden als „high-beta“-Assets besonders.
Diese Ursachen betreffen nicht nur BTC, sondern den gesamten Krypto-Markt: ETH und SOL leiden unter denselben Faktoren wie ETF-Abflüsse, Dollar-Stärke und Tech-Korrelation.
Mögliche weitere Entwicklung
Der Markt ist in einer klassischen Bärenphase – mit Potenzial für weitere Rückgänge oder eine Bodenbildung. Technische Levels:
- Widerstände: Aktuell die 65.000 USD-Marke. Ein nachhaltiger Break darüber könnte eine Erholung einleiten und den Preis bis 75.000 USD treiben (ehemaliges Hoch, Fibonacci-Level).
- Unterstützungen: 60.000 USD (psychologische Marke, 200-Tage-MA), 54.000 USD (ehemaliger Support aus 2025), 44.000 USD (tiefster Level aus 2024 – könnte bei anhaltendem Selloff erreicht werden).
Für ETH und SOL gelten ähnliche Muster: ETH könnte bei 2.800–3.000 USD Unterstützung finden, SOL bei 100–120 USD. Eine Trendwende hängt von positiven Impulsen ab (Fed-Dovishness, ETF-Zuflüsse, geopolitische Entspannung). Andernfalls könnte der Absturz auf 40.000–50.000 USD für BTC ausgedehnt werden, wie in früheren Zyklen. Wer die Kurse live am PC oder auf dem Smartphone verfolgen möchte, findet hier eine neutrale Übersicht über etablierte Plattformen, die das breite Feld der Assets nahezu vollständig abdecken: Zur Trading-Plattform-Übersicht.