Der Markt bleibt weiter ruhig: Keine großen US-Daten, Fed-Hawkishness verdaut, Iran-Krise ohne neue Eskalation. Gold notiert aktuell knapp über 5.000 USD und zeigt eine leichte Tendenz nach oben – typisch für Freitage. Historisch ist Gold freitags oft gefragt, weil Investoren über das Wochenende „sicher“ positioniert sein wollen. Hier ein kurzer Blick, warum das Muster hält und was Trader heute beachten sollten.
Warum Gold freitags oft steigt
Gold hat seit Jahrzehnten ein statistisch signifikantes Freitags-Muster: In 60–70 % der Fälle schließt es freitags höher als donnerstags (je nach Zeitraum und Datenquelle). Die Hauptgründe:
- Wochenend-Risiko-Prämie: Viele institutionelle Investoren und Fonds wollen über Samstag/Sonntag nicht „nackt“ sein – Gold als klassischer Safe Haven wird daher freitags gekauft.
- Geopolitische Unsicherheit: Selbst ohne akute Krise (wie aktuell Iran) bleibt das Wochenende ein „Risikofenster“ – Nachrichten können jederzeit kommen, Märkte sind geschlossen.
- Technische Faktoren: Freitags schließen viele Positionen (Profit-Taking, Rebalancing), was oft zu einem letzten Push führt.
- ETF-Inflows: SPDR Gold Shares (GLD) und andere ETFs sehen freitags häufig Netto-Käufe – institutionelle Nachfrage.
Aktuell notiert Gold bei ca. 5.020–5.030 USD und hat die 5.000-USD-Marke zurückerobert. Technisch ist der Bereich 5.050–5.100 USD der nächste Widerstand, Support liegt im Bereich 4.950–5.000 USD.
Heutige Treiber & Ausblick
Heute gibt es keine großen US-Daten (dünne Volumen bis Montag), die Fed-Hawkishness ist eingepreist, und die Iran-Krise zeigt keine neue Eskalation. Dennoch bleibt Gold stabil – die Freitags-Dynamik könnte den Preis leicht nach oben drücken:
- Support-Level halten → technischer Bounce
- Leichte ETF-Käufe freitags → institutionelle Nachfrage
- Geopolitische Prämie bleibt → Wochenend-Risiko
Wenn der Preis heute über 5.050 USD schließt, könnte er am Montag weiter steigen. Eine Eskalation der Iran-Krise am Wochenende könnte den Kurs ebenfalls beflügeln. Bei einem Bruch unter 4.950 USD würde der Aufwärtstrend gefährdet.
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